Pause.

Ein kleines Wort für eine große Entscheidung.
Frau Wunderlicht Fotografie gibt es nun schon knapp 12 Jahre. Gegründet habe ich meine kleine Selbständigkeit nach Abschluss meiner Ausbildung als Fotografin: Mir war klar, dass dieser Beruf einen Platz in meinem Leben braucht, wenn auch nicht in Vollzeit. Während meines anschließenden Studiums war Frau Wunderlicht Fotografie mein treuer Begleiter, mein kreativer Ausgleich und mein Nebeneinkommen. Ich konnte mich etablieren, durfte über viele Jahre Familien begleiten und Momente festhalten, die heute in Wohnzimmern hängen. Dafür bin ich bis heute wahnsinnig dankbar und stolz.

Dann kam das Leben dazwischen– auf so ziemlich die schönste Art und Weise: Hochzeit, Studienabschluss, die Geburten meiner beiden Kinder, Umzug, Elternzeit. Mein kleines Gewerbe war stets an meiner Seite, ein Stück „Ich“ neben dem Vollzeit Mama-Sein. Ein Job, der sich nicht nach Job anfühlte, was konnte es Besseres geben?

Seit ein paar Jahren bin ich nun aber nicht mehr „nur“ Mama und nebenbei Fotografin, ich bin Mutter von bald zwei Schulkindern und seit ein paar Jahren im Berufsleben. Ich habe viele Hobbies denen ich gerne nachgehe, viele Freundschaften, die ich gerne pflege und einen tollen Hauptjob, der mich sehr erfüllt aber auch gleichzeitig viel Raum einnimmt. Raum, den ich ihm auch sehr gerne einräume, weil es für mich nicht nur eine Anstellung ist, sondern auch die Möglichkeit, in meiner Stadt etwas zu bewegen.
Es hat eine kleine Zwangspause als Fotografin gebraucht um zu merken: Eigentlich ist das zu viel. Aufgrund einer ziemlich fiesen und komplizierten Sprunggelenksfraktur im Februar letzten Jahres musste ich viele Shootings absagen, verschieben oder auf Eis legen. Nach einer Weile habe ich dann zu meiner eigenen Überraschung festgestellt: Frau Wunderlicht Fotografie fehlte mir weniger als gedacht! Vielleicht, weil mir die Pause von dieser Plattform gutgetan hat und ich gemerkt habe, wie viel Druck ich mir durch den ständigen Vergleich gemacht habe.
Vielleicht aber auch deshalb, weil mir klar wurde, wie viel in meinem Alltag eigentlich auch so schon los ist. Ich habe die „Lücken“ im Kalender schätzen gelernt: Zeit für Hobbies und Sport (gut, zunächst erstmal Physio und Reha), Zeit für kurzentschlossene Ausflüge oder Kurztrips. Mehr Zeit für Vereinsturniere und Auftritte der Kinder an den Wochenenden, Gelegenheiten für ein beherztes „Ja!“ zu spontanen Einladungen, Hilfsaktionen oder Ehrenamt. Das bedeutet nicht, dass ich der Fotografie gänzlich Lebewohl sage – sie ist und bleibt meine Leidenschaft. Aber nun erst einmal wieder als Hobby. 

Was bedeutet das nun in der Praxis für euch? Termine, die bereits ausgemacht sind bleiben selbstverständlich bestehen. Solltet ihr noch einen Gutschein von mir haben, kann dieser natürlich weiterhin innerhalb der Gültigkeit bei mir eingelöst werden. Vielleicht kommt der Tag wieder, an dem es mich wieder in den Fingern kribbelt, die Kinder größer und selbstständiger sind, und ich wieder mehr Freiraum im Herzen und Alltag habe frei habe für diesen ganz wundervollen Beruf. Aber im Moment fühlt sich die Pause nach einem wichtigen und richtigen Schritt für mich an.

Danke, dass ihr mich auf meinem Weg begleitet habt. 

Eure Annika